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02. Juni 2026

HPV: Risiken, Impfung, Schutz

Kaum ein Virus ist so weit verbreitet wie HPV. Die Abkürzung steht für humane Papillomviren, eine Gruppe von Viren, mit denen die meisten Menschen im Laufe ihres Lebens in Kontakt kommen. Oft verläuft eine HPV-Infektion unbemerkt und heilt von selbst aus. In manchen Fällen können bestimmte HPV-Typen jedoch länger im Körper verbleiben und Zellveränderungen verursachen.

Viele Frauen erfahren erstmals von HPV, wenn bei der gynäko­logischen Vorsorge­unter­suchung ein HPV-Test positiv ausfällt oder ein auffälliger Pap-Abstrich festgestellt wird. Das sorgt häufig für Verunsicherung und viele Fragen. Gleichzeitig gibt es wirksame Möglichkeiten, das persönliche Risiko zu senken und sich vor HPV-bedingten Erkrankungen zu schützen.

Was ist HPV und wie erfolgt die Ansteckung?

Humane Papillomviren werden überwiegend durch engen Haut- und Schleimhautkontakt übertragen. Deshalb gehört HPV zu den häufigsten sexuell übertragenen Infektionen weltweit.

Eine Ansteckung kann bereits bei den ersten sexuellen Kontakten erfolgen. Da HPV häufig keine Beschwerden verursacht, bemerken die meisten Betroffenen die Infektion nicht. Viele Infektionen werden vom Immunsystem innerhalb von Monaten oder wenigen Jahren erfolgreich bekämpft.

Dass HPV weit verbreitet ist, bedeutet nicht automatisch ein erhöhtes Gesundheitsrisiko. Entscheidend ist, um welchen Virustyp es sich handelt und ob die Infektion dauerhaft bestehen bleibt.

Welche HPV-Typen gibt es?

Medizi­nisch wird zwischen Niedrig­risiko-HPV und Hochrisiko-HPV unter­schie­den. Niedrig­risiko-Typen können beispiels­weise Feig­warzen verursachen. Hoch­risiko-Typen stehen dagegen mit bestim­mten Krebs­arten und deren Vorstufen in Verbindung.

Besonders bekannt sind die Hoch­risiko-Typen HPV 16 und HPV 18. Sie können über viele Jahre hinweg Veränder­ungen an Zellen verursachen, die sich unbe­handelt weiter­ent­wickeln können.

Ein positiver HPV-Test bedeutet jedoch nicht, dass Krebs vorliegt oder entstehen wird. Vielmehr zeigt das Tester­gebnis, dass eine engere Beobach­tung sinnvoll sein kann.

HPV und Zell­ver­änder­ungen am Gebär­mutter­hals

Bleibt eine Infektion mit Hoch­risiko-HPV über längere Zeit bestehen, können Zell­ver­änder­ungen am Gebär­mutter­hals entstehen. Diese Veränder­ungen entwickeln sich meist langsam über viele Jahre.

Durch regel­mäßige Vorsorge können solche Veränder­ungen früh erkannt werden. Dazu gehören der Pap-Abstrich und der HPV-Test. Werden Auffällig­keiten festge­stellt, kann eine Abklärungs­kolpos­kopie bei auffäl­ligem Pap-Abstrich, HPV oder CIN helfen, die Situation genauer zu beurteilen.

Gerade weil sich HPV-bedingte Veränder­ungen oft über einen langen Zeitraum entwickeln, sind Vorsorge­unter­suchungen ein wichtiger Bestand­teil der Frauen­gesund­heit. Warum regel­mäßige Kontrollen so wichtig sind, erfahren Sie auch in unserem Beitrag “Warum eine jährliche gynäko­logische Vorsorge so wichtig ist”.

Was bedeutet HPV positiv?

Viele Frauen erschre­cken zunächst, wenn sie hören, dass ihr HPV-Test positiv ausgefallen ist. Dabei bedeutet ein positiver Befund zunächst nur, dass humane Papillom­viren nach­ge­wiesen wurden.

Häufig geht ein positiver HPV-Test mit Fragen zu auffäl­ligen Zellbe­funden einher. Welche Bedeu­tung Begriffe wie PAP IIID, PAP IV oder andere Befund­be­zeich­nungen haben können, lesen Sie im Beitrag "Was bedeuten die verschiedenen Pap-Befunde?".

In den meisten Fällen heilt die Infektion von selbst aus. Erst wenn HPV über längere Zeit bestehen bleibt, steigt das Risiko für Zell­ver­änder­ungen. Deshalb werden positive Befunde häufig kontrol­liert und mit den Ergeb­nissen des Pap-Abstrichs kombi­niert bewertet.

Kann HPV Krebs verursachen?

Bestimmte Hoch­risiko-Typen von HPV können das Risiko für verschie­dene Krebs­arten erhöhen. Besonders bekannt ist der Zusammen­hang zwischen HPV und Gebär­mutter­hals­krebs. Darüber hinaus können HPV-Infek­tionen auch an anderen Körper­regionen eine Rolle spielen.

Wichtig ist jedoch zu wissen, dass eine HPV-Infektion nicht automa­tisch Krebs bedeutet. Zwischen einer Ansteckung und einer möglichen Krebs­ent­wicklung liegen häufig viele Jahre. Durch Vorsorge­unter­suchungen können Vorstufen meist frühzeitig erkannt und behandelt werden.

Genau deshalb gehören HPV-Test, Pap-Abstrich und gege­benen­falls eine Abklärungs­kolpos­kopie heute zu den wichtig­sten Maß­nahmen der Krebs­früh­erkennung. Wie eine solche Untersuchung abläuft und wann sie empfohlen wird, erfahren Sie in unserem Beitrag Abklärungs­kolpos­kopie: Ablauf & Bedeu­tung.

Die HPV-Impfung als wichtiger Schutz

Die HPV-Impfung schützt vor den wichtigsten Hochrisiko- und Niedrigrisiko-Typen der humanen Papillomviren. Sie gilt als eine der wirksamsten Maßnahmen, um HPV-bedingte Erkrankungen und Vorstufen von Gebärmutterhalskrebs zu verhindern.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die HPV-Impfung für Mädchen und Jungen möglichst vor den ersten sexuellen Kontakten. Aber auch später kann eine Impfung sinnvoll sein.

Die Impfung ersetzt jedoch nicht die gynäko­logische Vorsorge. Auch geimpfte Frauen sollten regelmäßig an Vorsorgeuntersuchungen teilnehmen.

Auch nach einer HPV-Impfung bleiben gynäko­logische Vorsorge­unter­suchungen wichtig, da nicht alle HPV-Typen durch die Impfung abgedeckt werden und Veränderungen möglichst früh erkannt werden sollten.

Für wen ist die HPV-Impfung sinnvoll ist

Die HPV-Impfung wird in Deutsch­land von der Stän­digen Impf­kom­mission (STIKO) für alle Mädchen und Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren empfohlen.

Dabei gilt:

  • 9–14 Jahre: Die Impfung sollte möglichst vor dem ersten Sexual­kontakt erfolgen. In diesem Alter sind in der Regel 2 Impf­stoff­dosen im Abstand von mindes­tens 5 Monaten ausrei­chend. 
  • 15–17 Jahre: Versäumte Impfungen sollten bis zum 18. Geburts­tag nachge­holt werden. Dann sind 3 Impf­stoff­dosen erfor­der­lich. 
  • Ab 18 Jahren: Eine Impfung kann weiterhin sinnvoll sein, ist aber keine allge­meine STIKO-Standard­empfehlung mehr. Je nach indivi­dueller Situation (z. B. bisher keine Impfung oder erhöhtes Risiko) kann sie nach ärztlicher Beratung erfolgen. 

Da die HPV-Impfung vor einer Infektion schützt, ist der größte Nutzen zu erwarten, wenn sie vor dem ersten Sexual­kontakt abge­schlossen wird. Sie schützt vor den häufig­sten Hoch­risiko-HPV-Typen, die Gebär­mutter­hals­krebs und andere HPV-asso­zi­ierte Krebs­er­krank­ungen verur­sachen können, sowie vor den HPV-Typen, die Genital­warzen auslösen.

In unserer Frauen­arzt­praxis in Köln beraten wir Sie gerne indivi­duell dazu, ob eine HPV-Impfung in Ihrer persön­lichen Situ­ation sinnvoll sein kann.

Wie man sich zusätzlich vor HPV schützen kann

Neben der HPV-Impfung gibt es weitere Möglich­keiten, das persön­liche Risiko zu reduzieren. Dazu gehören ein verant­wort­ungs­voller Umgang mit der eigenen Gesund­heit sowie regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen.

Besonders wichtig sind die Teil­nahme an der gynäko­logischen Vorsorge­unter­suchung, die Durch­führung empfohl­ener HPV-Tests und die Abklärung auffäl­liger Befunde.

Je früher Veränder­ungen erkannt werden, desto besser können sie beurteilt und gege­benen­falls behandelt werden.

Warum regelmäßige Vorsorge trotz HPV-Impfung wichtig bleibt

Die HPV-Impfung bietet einen sehr guten Schutz gegen die wichtigsten HPV-Typen. Dennoch schützt sie nicht vor allen Varianten der humanen Papillomviren.

Deshalb bleibt die regelmäßige Teilnahme an der Krebsfrüh­erkennung wichtig. Moderne Vorsorgeprogramme kombinieren heute Pap-Abstrich und HPV-Test, um Veränderungen möglichst früh zu erkennen.

Warum eine jährliche gynäko­logische Vorsorge so wichtig ist erfahren Sie in unserem Beitrag.

HPV, Vorsorge und individuelle Beratung

Ein posi­tiver HPV-Test, Fragen zur HPV-Impfung oder Unsicher­heiten nach einem auffäl­ligen Befund können viele Sorgen auslösen. Wichtig ist jedoch, die Ergeb­nisse richtig einzu­ordnen und mögliche Risiken realistisch zu bewerten.

In der Frauen­arzt­praxis in Köln beraten wir Sie zu HPV, HPV-Impfung, Vorsorge­unter­suchungen und auffäl­ligen Befunden. Liegen bereits Auffällig­keiten im Pap-Abstrich oder HPV-Test vor, kann auch eine Abklärungs­kol­pos­kopie bei auffäll­igem Pap-Abstrich, HPV oder CIN sinnvoll sein, um die Befunde genauer einzuordnen.

Unser Ziel ist es, medizinische Zusammen­hänge verständ­lich zu erklären und Ihnen Sicher­heit im Umgang mit dem Thema HPV zu geben.

*Diese Inhalte wurden mithilfe von 'Künstlicher Intelligenz' (KI) erstellt und von Dr. Kaleta geprüft und freigegeben.
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